![]() Das Eichenhaus haben wir Weihnachten 2005 bezogen. Nach einer 5-jährigen Standortsuche und Planungsphase wurde es innerhalb von nur 5 Monaten errichtet. Relativ schnell war klar, dass als Hauptbaumaterial nur Eiche in Frage kommt. Zum ersten sind wir Schreiner – also bauen wir mit Holz, zum zweiten kommen wir aus dem Spessart – also die weithin bekannte Spessarteiche. Es war uns wichtig, mit traditionellen Baustoffen von hier und Handwerkern aus der Region, ein Gebäude nach den Kriterien der „Agenda 21“ in moderner Holzbauweise zu schaffen. Schwieriger war die Suche nach einem Leitgedanken für die Architektur selbst. Vielleicht mutet es dem Leser seltsam an, dass wir hierfür mehr als ein Jahr gebraucht haben. Aber eine solche Leitidee ist unseres Erachtens nicht nur die Basis einer handwerklichen Qualität, sondern auch der gestalterischen Komponente – der Architektur. Deshalb wurde hierfür hart gerungen. Den Durchbruch erzielte unser Kollege Uwe Berger als er fragte: „Welche Wissenschaft muß ein Schreiner beherrschen“. Die Antwort lautete: „Er muss rechnen können“. Daraus entstand der Leitgedanke Mathematik. Sehr wichtige Zahlen in der Mathematik sind die Primzahlen und die irrationalen Zahlen. Eine wichtige irrationale Zahl neben der Kreiszahl Pi (π = 3,14...) ist der goldene Schnitt (1,61...), die älteste Ästhetikregel überhaupt. Hinsichtlich der Primzahlen Drei und Sieben stellten wir fest, dass diese auch „heilige Zahlen“ genannt werden. Der Gedanke gefiel uns zusehends mehr. Denn schon Pythagoras sagte: „Alles ist Zahl“. Entstanden ist ein Gebäude in einem 7 m Raster. Alle 7 m steht eine tragende Eichensäule. Das Eichenhaus ist 7 x 7 m lang und 3 x 7 m tief. Fensterflächen, Grundstücks- und Eingangsportale sowie die Fächer vor dem Gebäude sind nach dem goldenen Schnitt aufgegliedert. Obige Maße finden sich ebenso auf der Terrasse den Außenanlagen, Nebengebäuden und in der Raumplanung wieder. |

